Leo Trepp (geboren am 4.3.1913 in Main, gestorben am 2.9.2010 in San Francisco) war der letzte noch lebende Rabbiner aus Deutschland vor dem Holocaust. 1936 wurde Trepp nach Studium der Philosophie und der Philologie sowie dem Besuch des Rabbinerseminars in Berlin zum Rabbiner geweiht. Dann ist er Landesrabbiner von Oldenburg. Kurz nach dem Novemberpogrom 1938 wurde er von den Nazis ins KZ Sachsenhausen verschleppt, konnte nach einer Intervention des britischen Ober-Rabbiners das KZ und kurz danach auch Deutschland verlassen. Über England emigrierte er schließlich in die USA, wo er jahrzehntelang als Rabbiner und Professor tätig war. Deutschland aber ließ ihn nicht los. Man sagte über ihn: „Man konnte den Juden aus Deutschland vertreiben, aber nicht Deutschland aus dem Juden.” Schon in den 50er Jahren reiste er mit Studierenden zurück in das Land seiner Väter. Vor allem jungen Leuten versuchte er zu vermitteln, dass sie nicht Schuld tragen, sondern Verantwortung. Der Filmemacher Christian Walther begleitete ihn auf seinem Deutschlandbesuch im Sommer 2009.
Die Veranstaltung ist Teil der Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide, die 2024 zum fünften Mal stattfinden. Sie wird durch die Stadt Seesen organisiert.

Eintritt frei.
Anmeldung bis zum 18.9. unter: schubert@seesen.de oder Tel. 05381/75290.

08/08/2024

Bürgerkino „Reportage Leo Trepp – Der letzte Rabbiner“

Leo Trepp (geboren am 4.3.1913 in Main, gestorben am 2.9.2010 in San Francisco) war der letzte noch lebende Rabbiner aus Deutschland vor dem Holocaust. 1936 wurde Trepp nach Studium der Philosophie und der Philologie sowie dem Besuch des Rabbinerseminars in Berlin zum Rabbiner geweiht. Dann ist er Landesrabbiner von Oldenburg. Kurz nach dem Novemberpogrom 1938 wurde er von den Nazis ins KZ Sachsenhausen verschleppt, konnte nach einer Intervention des britischen Ober-Rabbiners das KZ und kurz danach auch Deutschland verlassen. Über England emigrierte er schließlich in die USA, wo er jahrzehntelang als Rabbiner und Professor tätig war. Deutschland aber ließ ihn nicht los. Man sagte über ihn: „Man konnte den Juden aus Deutschland vertreiben, aber nicht Deutschland aus dem Juden.” Schon in den 50er Jahren reiste er mit Studierenden zurück in das Land seiner Väter.

08/08/2024

Israelischer Dokumentarfilm: Dimona Twist

In Casablanca und Tunis gingen sie im Petticoat tanzen und abends ins Kino. In den Broschüren der Einwanderungsbehörde dann kein Wort davon, dass die Übersiedlung nach Israel vor allem für sephardische Jüdinnen und Juden bedeutete, inmitten der Negev-Wüste ein Leben ohne Strom und fließendes Wasser führen zu müssen. Sieben Frauen, selbstbewusst und geistesgegenwärtig, erinnern diese Pionierzeit, eingebettet in minutiös verschränkte Archivaufnahmen, ohne jede Rührseligkeit. Man trennte sich von unloyalen Ehemännern, wurde Streikführerin und – skandalös – alleinerziehende Mutter ohne Gewissensbisse. (Israel 2016, Michal Aviad, 71 Min., Hebräisch mit engl. Untertiteln).

Eintritt frei.

Anmeldung bis zum 9.9.2024 unter: veranstaltungen@ij-n.de oder Tel. 0178-67 23 594.

Die Vorführung ist Teil der Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide, die 2024 zum fünften Mal stattfinden. Sie wird organisiert durch das Israel Jacobson Netzwerk und die Stadt Braunschweig.

30/07/2024

Filme zur Zeitgeschichte

Totschweigen

Filmvorführung mit anschließender Diskussion. Teilnahme kostenlos.

Gast: Eduard Erne (Regisseur)

Anmeldung unter: www.forschungsgesellschaft.at

30/07/2024

Filme zur Zeitgeschichte

Die Akte Alois B.

Filmvorführung. Teilnahme kostenlos.

Anmeldung unter: www.forschungsgesellschaft.at

30/07/2024

Filme zur Zeitgeschichte

Murer. Anatomie eines Prozesses

Filmvorführung mit Anschließeder Diskussion

Gast: Dr. Johannes Sachslehner

28/07/2024

Movie “White bird”

White Bird is a 2024 American coming-of-age period drama film directed by Marc Forster from a screenplay by Mark Bomback, based on the 2019 graphic novel of the same name by R. J. Palacio. Serving as both a prequel and sequel to Wonder (2017), the film stars Ariella Glaser, Orlando Schwerdt, Bryce Gheisar, Gillian Anderson, and Helen Mirren, with Gheisar reprising his role as Julian from Wonder.
This movie shows how one act of kindness can live on forever.

27/07/2024

Dead Sea Guardians

The Dead Sea, shared by Israelis, Jordanians and Palestinians – is a unique salt-lake, known for its exceptional geographical, biological, and historical value, and is the lowest point on Earth. Tragically, the Dead Sea is drying up, causing widespread damage, including huge sinkholes, abandoned beaches and collapsing roads. This is not an act of nature. This is due to overconsumption and poor water management. If action is not taken soon, very little of the Dead Sea will remain.In a region of ongoing conflict, troubled politics and destructive economics, natural resources have been exhausted and are urgently signaling their demise. To save the Dead Sea, the surrounding countries must work together. Three people – a Jordanian, an Israeli and a Palestinian – feel they cannot just stand by and do nothing.

26/07/2024

Premiere of the documentary “Erasing oblivion”

On September 1, at 6 p.m., we invite the residents of Płock and everyone interested to the premiere of a documentary film made by the Nobiscum Foundation on the initiative of Arieh Bomzon and Sandra Brygart Rodriguez – descendants of the Bomzon and Brygart families from Płock.
The film shows their sentimental journey to their hometown and their efforts to discover their roots and "fill the genealogical suitcase", as well as get to know places related to the past of their families. The film was based on interviews conducted by the Nobiscum Foundation with Arieh, Sandra and Arieh's granddaughter – Tomer in the spring of 2023 in Płock as well as recordings of Arieh's sons: Ze'ev, Ilan and David.
The film will also be presented to the audience of the Memorial House in Płońsk and posted on the website of the Nobiscum Foundation.

22/07/2024

Israelischer Dokumentarfilm: In The Director’s Chair Sits A Woman

26 Frauen, die in Israel bei Spielfilmen Regie geführt haben, berichten über ihre Erfahrungen im Regiestuhl. Von den ersten Regisseurinnen – Elida Gera – bis zu den heute arbeitenden. Sie schwingen mit, kollidieren, lösen sich voneinander und verbinden sich miteinander. Ihre Geschichten bilden eine filmische Verquickung unterschiedlicher und ähnlicher Frauen. Nominiert für den Ophir Award für den besten israelischen Dokumentarfilm. (Israel 2020, Smadar Zamir, 57 Min., Hebräisch mit engl. Untertiteln)

Eintritt frei.

Anmeldung bis zum 19.8.2024 unter: veranstaltungen@ij-n.de oder Tel. 0178 / 6723594. Die Veranstaltung ist Teil der Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide, die 2024 bereits zum fünften Mal stattfinden. Sie wird durch das Israel Jacobson Netzwerk und die Stadt Braunschweig organisiert.

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