Vortrag von Prof. Dr. Cord-Friedrich Berghahn, TU Braunschweig, Institut für Germanistik/Lessing Akademie.
Israel Jacobson gehört zu den Schlüsselfiguren der deutsch-jüdischen Geschichte des 19. Jahrhunderts. Zugleich ist er einer der wichtigsten Protagonisten der Jüdischen Aufklärung (Haskala). Der Vortrag widmet sich dem Leben dieses Reformers und geht dabei sowohl auf seine Schriften und sein politisches Werk wie auch auf seine ganz konkreten Reformprojekte und deren weltweite Wirkung ein.
Der Vortrag findet im Kloster Wöltingerode statt. Hier hat Jacobson zeitweilig mit seiner Frau Minna und seinen Kindern gelebt. Später musste er es verkaufen, da die damaligen Hannoverschen Gesetze den Juden untersagten, Grundeigentum zu besitzen.
Anmeldung erbeten unter hotel@klosterhotel-woeltingerode.de oder Tel. 05324 77446
Eintritt frei.
Diese Veranstaltung ist Teil der Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide 2025.
Vortrag von Prof. Dr. Cord-Friedrich Berghahn, TU Braunschweig, Institut für Germanistik/Lessing Akademie.
Israel Jacobson gehört zu den Schlüsselfiguren der deutsch-jüdischen Geschichte des 19. Jahrhunderts. Zugleich ist er einer der wichtigsten Protagonisten der Jüdischen Aufklärung (Haskala). Der Vortrag widmet sich dem Leben dieses Reformers und geht dabei sowohl auf seine Schriften und sein politisches Werk wie auch auf seine ganz konkreten Reformprojekte und deren weltweite Wirkung ein.
Der Vortrag findet im Kloster Wöltingerode statt. Hier hat Jacobson zeitweilig mit seiner Frau Minna und seinen Kindern gelebt. Später musste er es verkaufen, da die damaligen Hannoverschen Gesetze den Juden untersagten, Grundeigentum zu besitzen.
Anmeldung erbeten unter hotel@klosterhotel-woeltingerode.de oder Tel. 05324 77446
Eintritt frei.
Diese Veranstaltung ist Teil der Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide 2025.
Wir leben in einer Zeit divergierender Geschichtsnarrative und „alternativer Fakten“. Dies führt zwangsläufig zu der Frage, wie erinnern wir historische Begebenheiten und worauf setzen wir einen Fokus? Nicht erst im Zuge des Erstarkens der AfD, die die NS-Zeit als „einen Fliegenschiss der Geschichte“ propagiert, werden immer mehr Stimmen laut, die fordern, einen „Schlussstrich“ unter die Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu ziehen. Aber was bedeutet das für die Erinnerungskultur und wie und vor allem was gedenken wir künftig? In der Vermittlungsarbeit, insbesondere an Schulen, stellen diese Fragen eine große Herausforderung dar.
Am Beispiel der „Revitalisierung“ der Samsonschule in Wolfenbüttel als Denk-, Gedenk- und Begegnungsort, in dem künftig eine Dauerausstellung zur Geschichte des Hauses aber auch der Geschichte der jüdischen Bevölkerung und der Reformideen innerhalb des Judentums dargestellt und erfahrbar gemacht und ebenso ein Blick in die Zukunft des Gedenkens gerichtet werden, sollen Fragen des Warum, Wie und Womit beleuchtet werden.
Dans le cadre des Journées Européennes du patrimoine et des rendez-vous de Drancy
Le Mémorial de la Shoah à Drancy vous invite à découvrir une sélection rare de graffitis réalisés par des internés avant leur déportation. Une médiatrice du musée vous présentera l’histoire de ces inscriptions, retracera le parcours de certains internés et apportera un éclairage sur leur quotidien au sein du camp de Drancy. Cette visite sera également l’occasion d’explorer le travail de l’artiste plasticien français Chemsedine Herriche, auteur d’une fresque installée face à la cité de la Muette. Son œuvre rend hommage à la mémoire des lieux et fait écho aux différents messages laissés par les internés.
Pour les volontaires, une visite inédite de la prison du camp de Drancy sera proposée en fin de séance.
Dans le cadre des Journées européennes du patrimoine
Depuis quelques années, les historiennes Marie Moutier-Bitan et Sarah Gruszka travaillent sur la collection de journaux intimes conservés dans les archives du Mémorial de la Shoah. En proposant de discuter des journaux intimes de Jacques Wormser, de son épouse Janine, et de celui d’Ines Wormser, la mère de Jacques, qui suivent entre 1939 et 1944, les trajectoires parallèles de chacun d’eux, elles partagent pour la première fois leurs travaux mettanten avant l’existence rarissime de ces documents croisés, en présence de Gilles Valmont, le fils de Jacques et Janine.
En présence de Sarah Gruszka, chercheuse au CRH (EHESS), Marie Moutier‑Bitan, chaire d’excellence Holocaust and Genocide Studies l’Université de Caen/ERLIS/MRSH, Karen Taieb, responsable des archives du Mémorial de la Shoah, et Gilles Valmont, donateur.
Discussion about exceptional women in Jewish history, mythology, and the present day with Jan Fingerland, author of the book Hebrew Women, and Pavlína Šulcová, director of the Bubny Center for Memory and Dialogue, which published its first translated publication, Jewish Heroines, in the spring. While Fingerland maps the fates of biblical women and the changes in their interpretations over the centuries, Jewish Heroines offers portraits of 120 women from around the world who shaped Jewish and world culture. The discussion will be accompanied by audiovisual presentations and food tasting prepared by Alžběta Glancová and Karolina Kašeová based on the cookbook by Fania Lewando, whose story is captured in Jewish Heroines. / Admission: CZK 60.
Dans le cadre des Journées européennes du patrimoine
En 1958, Félix Chevrier (1884-1962), ancien résistant et directeur de la colonie de Chabannes, nommé Juste parmi les nations en 1999, fait don de ses papiers au Mémorial de la Shoah. Dans ces archives, un document de 170 pages rédigé par le personnel et les enfants de la maison de l'OSE (Œuvre de secours aux enfants) installée à Chabannes : le journal de Chabannes. Ce journal vient d'être inscrit au registre international de la mémoire du monde, avec d'autres dessins d'enfants réalisés pendant la seconde guerre mondiale. Une histoire et un document exceptionnels que nous vous proposons de découvrir.
Par Katy Hazan, historienne, directrice du service Archives et Histoire de l'OSE, autrice de Rire le jour, pleurer la nuit, les enfants juifs cachés dans la Creuse pendant la guerre (1939-1944) (Calmann-Lévy, 2014), qui contient notamment la transcription intégrale de Chabannes.
Meyer Jacobson (1789 – 1877) ist der älteste Sohn des Schulgründers Israel Jacobson. Nach dem Tode seines Vaters setzt er dessen Lebenswerk fort: als Schulkurator, Stifter der Waisenanstalt 1851. Seine Grabstätte findet er in Seesen, er wird als Ehrenbürger ausgezeichnet und im Namen jener Straße verewigt, die seines Vaters Schule mit dem Waisenhaus verbunden hat.
Der Referent Dr. Joachim Frassl hat zur Jacobson´schen Waisenanstalt geforscht und liest aus den Erinnerungen eines der ersten Zöglinge aus den Jahren kurz nach 1855. Es ist ein einzigartiges, sehr illustratives Dokument aus der Gründungszeit.
Im Rahmen der Veranstaltung wird eine neue Themenseite im Portal Jüdisches Niedersachsen veröffentlicht. Hier werden Joachim Frassl und seine Forschungsarbeit zur jüdischen Geschichte Seesens porträtiert. Ab dem 28. August verfügbar unter: www.juedisches-niedersachsen.de
Stephan Gistrichovsky berichtet von seinen Recherchen zu der jüdischen Familie Meyer. Sein Großvater Louis Meyer aus Goslar musste als Jude viele Jahre Zwangsarbeit leisten.
Ergänzend wird Dr. Stefan Cramer die Ergebnisse seiner Recherchen zum Lager Wendefurth II erläutern, in dem Goslarer Juden Zwangsarbeit beim Bau der Rappbode-Talsperre leisten mussten. In Kooperation mit dem Fachbereich Kultur der Stadt Goslar.
Eintritt frei.
Foto: Privatbesitz der Familie Meyer
Der autobiografische Bericht „Ihr sollt die Wahrheit erben“ über die Kindheit und Jugend als Verfolgte des NS-Regimes zeigt uns den begabten Backfisch aus gutbürgerlichem Haus, das mutige, selbstbewusste junge Mädchen, das eine Widerstandsorganisation unterstützt, ihre Gefangenschaft, ihr Überleben als Cellistin des Lagerorchesters Birkenau, und schließlich die verzweifelnde junge Frau, die im befreiten Bergen-Belsen als „Displaced Person“ darum kämpft, nach England auswandern zu dürfen. Einiges wird in der Rückschau erzählt, vieles aber erfahren wir aus den Briefen, die zwischen den Familienmitgliedern gewechselt wurden und die nach dem Tod der Schwester Marianne 1952 in den Besitz von Anita Lasker-Wallfisch gelangten.
Eintritt frei