Mit dem Überfall der Hamas auf Israel am 7.Oktober 2023 veränderte sich das Leben nicht nur in Israel, sondern für Juden weltweit. In Deutschland sind seitdem Jüdinnen und Juden von Antisemitismus bedroht wie noch nie seit 1945.
Das Zweite Vatikanische Konzil hat für die Katholische Kirche vor 50 Jahren einen Paradigmenwechsel im Verhältnis zum Judentum eingeleitet. Die Konzilserklärung Nostra Aetate von 1965 hielt in Artikel 4 fest: Im Bewusstsein des gemeinsamen Erbes beklage die Katholische Kirche „alle Haßausbrüche, Verfolgungen und Manifestationen des Antisemitismus, die sich zu irgendeiner Zeit und von irgend jemandem gegen die Juden gerichtet haben“. Welche Auswirkungen hat dieses Bekenntnis heute in der Praxis? Was bedeutet das für das hiesige Verhältnis von Juden und Christen? Wie kann gemeinsam dem wiedererstarkten Antisemitismus begegnet werden?
An diesem Abend begrüßen wir Dr. Rebecca Seidler (Vorsitzende des Landesverbandes der liberalen jüdischen Gemeinden in Niedersachsen) und Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ (Bistum Hildesheim). Der Historiker Dr. Jörg Munzel (Vorstandsmitglied des Israel Jacobson Netzwerkes e.V.) moderiert. Es wird Raum für Fragen und Diskussion geben – Sie sind herzlich eingeladen! Die Veranstaltung wird organisiert durch die Katholische Akademie des Bistums Hildesheim und das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte. Sie ist Teil der Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide, die 2024 zum fünften Mal stattfinden.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Anmeldung bis zum 17. September 2024 unter: info@kath-akademie-hannover.de
Auf Grund der begrenzten Parkmöglichkeiten vor Ort empfehlen wir die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Haltestelle Goetheplatz oder Steintor. Parkhäuser finden Sie in der Humboldtstr. 2 oder der Lützowstr. 3.
Mit dem Überfall der Hamas auf Israel am 7.Oktober 2023 veränderte sich das Leben nicht nur in Israel, sondern für Juden weltweit. In Deutschland sind seitdem Jüdinnen und Juden von Antisemitismus bedroht wie noch nie seit 1945.
Das Zweite Vatikanische Konzil hat für die Katholische Kirche vor 50 Jahren einen Paradigmenwechsel im Verhältnis zum Judentum eingeleitet. Die Konzilserklärung Nostra Aetate von 1965 hielt in Artikel 4 fest: Im Bewusstsein des gemeinsamen Erbes beklage die Katholische Kirche „alle Haßausbrüche, Verfolgungen und Manifestationen des Antisemitismus, die sich zu irgendeiner Zeit und von irgend jemandem gegen die Juden gerichtet haben“. Welche Auswirkungen hat dieses Bekenntnis heute in der Praxis? Was bedeutet das für das hiesige Verhältnis von Juden und Christen? Wie kann gemeinsam dem wiedererstarkten Antisemitismus begegnet werden?
Leo Trepp (geboren am 4.3.1913 in Main, gestorben am 2.9.2010 in San Francisco) war der letzte noch lebende Rabbiner aus Deutschland vor dem Holocaust. 1936 wurde Trepp nach Studium der Philosophie und der Philologie sowie dem Besuch des Rabbinerseminars in Berlin zum Rabbiner geweiht. Dann ist er Landesrabbiner von Oldenburg. Kurz nach dem Novemberpogrom 1938 wurde er von den Nazis ins KZ Sachsenhausen verschleppt, konnte nach einer Intervention des britischen Ober-Rabbiners das KZ und kurz danach auch Deutschland verlassen. Über England emigrierte er schließlich in die USA, wo er jahrzehntelang als Rabbiner und Professor tätig war. Deutschland aber ließ ihn nicht los. Man sagte über ihn: „Man konnte den Juden aus Deutschland vertreiben, aber nicht Deutschland aus dem Juden.” Schon in den 50er Jahren reiste er mit Studierenden zurück in das Land seiner Väter.
»Das gibt’s nur einmal« ist ein Bühnenprogramm, das dem deutschjüdischen Komponisten Werner Richard Heymann (1896 -1961) frönt. Er hat berühmte Tonfilmschlager wie »Ein Freund, ein guter Freund«, »Das gibt’s nur einmal« oder »Irgendwo auf der Welt« geschrieben. Zeitlose Hits, die das Herz berühren, den Geist zum Schmunzeln bringen und dessen Melodien nicht aus dem Kopf gehen wollen. Die international renommierten Sänger Helena Goldt und Atrin Madani interpretieren Heymanns wunderbares Liedrepertoire aus Operettenhits, Chansons und Tonfilmschlagern auf eine erfrischend junge und verliebte Art und werden begleitet vom fantasievollen All- Around-Virtuosen Tal Balshai am Piano.
Das Konzert wird durch die Stadt Seesen organisiert. Die Veranstaltung ist Teil der Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide, die 2024 zum fünften Mal stattfinden.
Eintritt 20,- €
Kartenbestellungen: https://seesen.reservix.de
Unlängst haben sich zwei Ausstellungen im Städtischen Museum Braunschweig dem künstlerischen Schaffen von zwei jüdischen Braunschweigerinnen gewidmet: Lette Valeska und Galka Scheyer.
Im Fokus der diesjährigen Radtour durch die jüdische Geschichte Braunschweigs stehen die Themenfelder „jüdische Kultur“ und „Kunst“.
In den Blick geraten in der Kunstszene tätige Frauen und Männer. Der zeitliche Bogen spannt sich vom 19. Jahrhundert bis in die Zeit der BRD. Die Beschäftigung mit den Lebenswegen einzelner Braunschweiger Persönlichkeiten öffnet sich in dem größeren Kontext von Musik, Malerei, Grafik und Fotografie.
Es handelt sich um keine geführte Radtour. Die Teilnehmer*innen erhalten eine Stadtkarte, in der die Informationspunkte eingetragen sind, an denen zu einer festgelegten Zeit etwas zum jeweiligen Thema zu erfahren ist. Die Details der Route, Start- und Endpunkt der Radtour erfahren Sie bei der Anmeldung.
In seiner Lesung gibt der Autor Christian Walther Einblicke in das Leben von Robert Gilbert. Robert Gilbert: Er stieg kometenhaft auf im Berlin der 20er und frühen 30er Jahre, als Texter von Schlagern wie „Am Sonntag will mein Süßer mit mir Segeln gehn“, Filmschlagern wie „Das gibt’s nur einmal“, aber auch der politischen „Ballade vom Nigger Jim“. Jüdische Familie, kommunistische Freunde: 1933 flüchtet er ins Exil. Wien, Paris, New York. Freundschaft mit Hannah Arendt. 1949 Rückkehr nach Europa. Kabarett mit Erich Kästner. Arbeiten für Film und Operette („Oh, mein Papa“). Schließlich erfolgsverwöhnter Übersetzer amerikanischer Musicals wie „My Fair Lady“ und „Cabaret“. Als Student Austritt aus der Jüdischen Gemeinde, als Erwachsener nie in der Synagoge, später stark interessiert am Schicksal Israels. Und dann gibt es da noch ein bis über den Tod hinaus bewahrtes Geheimnis: Die Mitarbeit seiner Frau Elke…
Die Lesung wird durch die Stadt Seesen organisiert.
Der Monsterstaat Sowjetunion existiert seit über 30 Jahren nicht mehr, seine Spuren finden wir trotzdem gelegentlich in unserem Leben. Deshalb scheint es wichtig zu sein zu verstehen, wie dieser Staat funktionierte. Am Beispiel der jüdischen Literatur in der Sowjetunion bekommen wir Einblicke in die Politik der kommunistischen Regierung hinsichtlich der Jüdischen Kultur und erfahren mehr über die Strategien des Umgangs der jüdischen Schriftsteller und Dichter mit dieser Politik.
Die Veranstaltung ist Teil der Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide, die 2024 zum fünften Mal stattfinden. Sie wird durch die Stadtbibliothek Celle organisiert.
„Es mag Zeiten geben, da wir gegen Ungerechtigkeiten machtlos sind, aber wir dürfen nie versäumen, dagegen zu protestieren.“ Elie Wiesel
Elie Wiesel (1928-2016) wird am 30. September 1928 in Sighet (Siebenbürgen) als Sohn eines Kaufmanns in eine streng-orthodoxe jüdische Familie geboren. Er studiert den Talmud und interessiert sich besonders für kabbalistische Mystik. Wiesel war ein rumänisch-US-amerikanischer Schriftsteller, Hochschullehrer und Publizist. Als Überlebender des Holocausts verfasste er zahlreiche Romane und sonstige Publikationen zu diesem Thema und erhielt 1986 den Friedensnobelpreis für seine Vorbildfunktion im Kampf gegen Gewalt, Unterdrückung und Rassismus. 2014 erhielt er in New York aus den Händen von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier das Große Verdienstkreuz mit Stern.
Siegfried Graumann, ev. Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Niedersachsen-Ost e.V., wird uns das Leben und Werk Elie Wiesels etwas näherbringen.
Eine Online-Veranstaltung des Leo Baeck Institute, New York, in Kooperation mit dem Israel Jacobson Netzwerk
Das Leo Baeck Institute (LBI) ist eines der wichtigsten Archive der deutsch-jüdischen Geschichte. Anders als in staatlichen Archive gerät mithilfe des LBI-Bestands gerade die Perspektive von Jüdinnen und Juden in den Blick.
In der Onlineveranstaltung wird das digitale Archiv „DigiBaeck“ vorgestellt und der Fokus auf Quellen aus oder über Niedersachsen gelegt.
Das Team des Israel Jacobson Netzwerks (Rebekka Denz, Dr. Jörg Munzel) führt das Gespräch mit Dr. Markus Krah, Direktor des LBI New York, und Renate Evers, Direktorin der Sammlungen des LBI.
Anmeldung bis zum 6.9.2024 unter: veranstaltungen@ij-n.de
Nach erfolgter Anmeldung erhalten Sie per E-Mail die Zugangsdaten für die Onlineveranstaltung.
Die Veranstaltung wird durch das Leo Beack Institute, New York und das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V.
Wie lebten die jüdischen und christlichen Familien vor mehr als 100 Jahren in der Stadt Seesen miteinander? Wie sah es in der Stadt aus? Wie gestalteten sie ihren Alltag? Während der ca. 1,5 stündigen Führung ermöglicht die historische Lehrerfigur Dr. Willy Mönch im historischem Gewand Einblicke in eine fast vergessene und einzigartige Stadtgeschichte. Im Mittelpunkt dieser durch die jüdische Geschichte der Stadt Seesen steht das Leben, Schaffen und Wirken von Israel Jacobson, der vor mehr als 200 Jahren in Mitten der Stadt eine jüdische Freischule gründete. Jacobson galt als einer der ersten Vertreter und Vorkämpfer für ein liberales Judentum und machte die Region zwischen Harz und Heide zum Ausgangspunkt dieser Reformbewegung. Die durch Jacobson auf dem ehemaligen Schulhof der Jacobsonschule errichtete Fachwerksynagoge, sorgte bis weit über die Grenzen der Stadt hinweg für Aufmerksamkeit.