Bis heute, knapp achtzig Jahre nach Kriegsende sind die Themen Raub, Restitution und den Umgang mit Kulturgut aus jüdischem Besitz noch immer umstritten und kontrovers. Die unzähligen ungeklärten Fälle enteigneten jüdischen Besitzes, spiegeln bis heute das Ausmaß der Entrechtung, Enteignung, Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden und Jüdinnen im Nationalsozialismus wider. Dabei profitierten neben Kunsthändlern gerade Museen und Archive von der Enteignung der vertriebenen und ermordeten jüdischen Bevölkerung. Waren sie Retter und Bewahrer oder Nutznießer und Mitläufer? Welches Ziel verfolgten Museen und Archive im Nationalsozialismus, enteignete Gegenstände aus jüdischem Besitz zu sammeln, zu bewahren und zu präsentieren?
Die Führung durch die Wechselausstellung zeichnet am Beispiel der Kulturgutsammlung aus jüdischem Besitz durch den ehemaligen Schnaittacher Heimatmuseumsleiter Gottfried Stammler die historischen Abläufe, Zusammenhänge und die Folgen enteigneten jüdischen Kulturguts bis heute nach.
Eintritt und Führung kostenfrei
Jüdisches Museum Franken in Schnaittach, Museumsgasse 12-16
Anmeldung: schnaittach@juedisches-museum.org
Nicht barrierefrei
Bis heute, knapp achtzig Jahre nach Kriegsende sind die Themen Raub, Restitution und den Umgang mit Kulturgut aus jüdischem Besitz noch immer umstritten und kontrovers. Die unzähligen ungeklärten Fälle enteigneten jüdischen Besitzes, spiegeln bis heute das Ausmaß der Entrechtung, Enteignung, Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden und Jüdinnen im Nationalsozialismus wider. Dabei profitierten neben Kunsthändlern gerade Museen und Archive von der Enteignung der vertriebenen und ermordeten jüdischen Bevölkerung. Waren sie Retter und Bewahrer oder Nutznießer und Mitläufer? Welches Ziel verfolgten Museen und Archive im Nationalsozialismus, enteignete Gegenstände aus jüdischem Besitz zu sammeln, zu bewahren und zu präsentieren?
Die Führung durch die Wechselausstellung zeichnet am Beispiel der Kulturgutsammlung aus jüdischem Besitz durch den ehemaligen Schnaittacher Heimatmuseumsleiter Gottfried Stammler die historischen Abläufe, Zusammenhänge und die Folgen enteigneten jüdischen Kulturguts bis heute nach.
In Schnaittach existieren drei jüdische Friedhöfe, die die Fremdnutzung und teilweise Zerstörung im Nationalsozialismus überlebt haben. Der älteste Friedhof wurde bereits im ersten Drittel des 16. Jahrhunderts angelegt. Juden und Jüdinnen aus Schnaittach, den umliegenden Gemeinden Ottensoos, Forth und Hüttenbach und sogar aus Fürth wurden hier begraben. Die Führung veranschaulicht jüdische Grabsymbolik und Beerdigungsriten und erzählt aus dem Leben der hier begrabenen Persönlichkeiten.
Männliche Teilnehmer bringen bitte eine Kopfbedeckung mit.
Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei
Jüdisches Museum Franken in Schnaittach (Museumsgasse 12-16)
Anmeldung: schnaittach@juedisches-museum.org
Nicht barrierefrei
Konflikte sind ein fester Bestandteil des menschlichen Lebens. Doch mehr noch: Meinungsverschiedenheiten können auch ein Motor für Entwicklung sein und der Streit anderer Menschen ist sogar mitunter richtig spannend! Die Führung thematisiert Konflikte rund um das Judentum – vom Streit der drei Fürther Herrscher über die Ansiedelung von Juden im 18. Jahrhundert über die Auseinandersetzungen zwischen dem ersten Reformrabbiner und den orthodoxen Gemeindemitgliedern bis zur Beschneidungsdebatte in unserer Zeit. Am Ende jeder Station stimmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber ab, welcher Konfliktpartei sie Recht geben würden.
Eintritt frei
Jüdisches Museum Franken in Fürth, Königsstraße 89, Altbau
Anmeldung: besucherservice@juedisches-museum.org
Bedingt barrierefrei
Idyllisch gelegen und von hohen, schattenspendenden Bäumen umgeben, liegt der 1607 angelegte Alte Jüdische Friedhof. Dieser Ort erlebte eine wechselvolle Geschichte. Heute gehört der Alte Jüdische Friedhof in Fürth zu den eindrucksvollsten in Süddeutschland. In der Führung erfahren Sie mehr über jüdische Begräbnisriten, über die Bedeutung der Grabsymbolik und über die Lebenswege der Persönlichkeiten, die hier beerdigt wurden.
In Kooperation mit der Israelitischen Kultusgemeinde Fürth und dem Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern.
Männer bringen bitte eine Kopfbedeckung mit.
Der Friedhof ist nicht barrierefrei.
In 1939 the Kitchener Camp was set up in a derelict army base in Sandwich, saving 4,000 men from the Holocaust. This exhibition brings together archival records and family treasures to build a moving and compelling picture of this unlikely sanctuary.
The persecution of German Jews began as soon as Hitler took power in January 1933. Jews were stripped of their civil and human rights, their homes, and their means to earn a living. Attacks on synagogues, Jewish shops and homes, and Jewish people increased in the lead up to the second world war, culminating in Kristallnacht in late 1938.
Many Jews left Germany during the 1930s, but their capacity to do so was restricted by other countries’ strict immigration quotas and the need to demonstrate that they could support themselves in a new country.
In 1939 the Central British Fund for German Jewry organised and funded two important rescues of Jews from Greater Germany. The first, the Kindertransports, brought nearly 10,000 unaccompanied Jewish children to England. That rescue is now very well known. The second rescue, of nearly 4000 German and Austrian Jewish men to an old first world war army camp, known as the Kitchener Camp, on the edge of Sandwich in East Kent, is much less well known. In this illustrated talk Clare Ungerson will tell how the rescue came about, what life was like for the men in the camp and what the people of Sandwich made of having 4000 German speaking Jews living in a camp just across the Toll Bridge and opposite the Stonar Lake.
We warmly invite you to a colorful program in the museum. The European Days of Jewish Culture have the motto “Family”. The sukkah is set up in the museum garden and there is a craft table for children. There will be guided tours through the permanent and the temporary exhibitions. We have a puppeteer as a guest who will act out the fairy tale “The Four Schallermen” together with visitors young and old using funny hand puppets and exciting percussion instruments. We are also opening our new children’s corner, which not only invites children to join in.
A cafeteria with cakes, coffee and tea invites you to linger.
Free entry.
Jewish cemeteries are created for eternity. The earliest cemetery still preserved today can be found in Worms; it dates back to the early 11th century. In most places there are no longer any Jewish communities, so in many places Jewish cemeteries are the only witnesses of Jewish life in Germany.
East of Dorsten lies the so-called Judenbusch, the Dorsten Jewish cemetery, which was first mentioned in a document in 1628. Between 1815 and 1941 around 80 burials took place here.
The tour covers the history of the cemetery. Using selected tombs, the structure of the Hebrew inscriptions and symbols is explained and short biographies are told.
Tickets €5; Register at reception@jmw-dorsten.de or on 02362 45279.